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Sondersammlungen: Fragmentforschung

Mittwoch, 25.01.2012, Universitätsbibliothek

Die Sondersammlungen an der Universitätsbibliothek Graz bewahren eine Vielzahl von handgeschriebenen Büchern, von frühen und späteren Druckwerken auf. In manchen von ihnen sind die Spuren von noch älteren Büchern erhalten, in Form von Fragmenten. Dabei haben es uns insbesondere die alten Pergamente angetan – aber auch die Papierfragmente. Wir zählen mehrere hundert davon an der Universitätsbibliothek, und Forscher und Restauratoren entdecken mit einiger Regelmäßigkeit weitere Bruchstücke der alten Bücher in unseren Beständen.

 

So haben wir gewissermaßen eine weitgehend verborgene Bibliothek innerhalb der Bibliothek vor uns. Allein diese zu bestimmen und sie zu erforschen, ist langwierig und oft mühselig. Dennoch, in mehreren Projekten widmen wir uns auch der Geringfügigkeit des Fragments, gibt es doch Zeugnis von einem sonst verschwundenen Buch, von einer verlorengegangenen Urkunde und von anderem. Dabei werden wir durch modernste Technik, die unsere Restauratoren entwickeln, maßgeblich unterstützt. Diese Forschung gibt uns einen tieferen Einblick in die Geschichte von mittelalterlichen Büchern, von ihrer Wiederverwendung durch Buchbinder in der frühen Neuzeit, mehr noch, sie gewähren uns einen Blick auf längst versunkene Bibliotheken.

 

Kontakt: Univ.Prof. Dr. Erich Renhart, Tel.: +43 316 380 3145, E-Mail: erich.renhart(at)uni-graz.at

 

Das Bild zeigt eine Einklebung von mehreren Fragmenten in der St. Lambrechter Handschrift UBG Ms. 1440 mit musikalischer Notation (Neumen).

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