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Die steirischen Kröpfe des 17. Jahrhunderts

Im “Atlas minor, Das ist: Eine kurtze jedoch gründliche Beschreibung der gantzen Welt…“, verlegt von Gerhard Mercator im Jahr 1620, gibt es eine handkolorierte Kupferstichkarte der Steiermark. Die Kartensammlung der Universitätsbibliothek besitzt dieses Kartenblatt. Auf dessen Rückseite findet sich ein Auszug einer, für uns sehr amüsant anmutenden, Beschreibung der Steiermark und ihrer Bewohner. Das liest sich so:

 „Das Land Styria, in vnserer Teutschen Sprach Steyermarck genannt / hat seinen Namen ohn allen zweiffel von einem Ochsen oder Stier….  Seine fürnehmste Stätte sind Bruge an der Mur / Grätz / … Der Styermärcker Sitten belangend / sind sie gemeiniglich Bäwerische Leut / haben mehrer theils vornen an den Hälsen Kröpfe herab hangen / welche etwan so groß werden / daß sie sie an der Spraach verhindern / vnd von den Weibern so etwan kleine Kindlin haben / vnd dieselbiege wollen an die Brüste legen / vber die Achßlen zurück gehenckt.“

Anfang des 20. Jahrunderts wurden vom späteren Nobelpreisträger Univ. Prof. Dr. Julius Wagner-Jauregg die Ursachen und Heilungsmöglichkeiten für den Kropf erforscht. Er erzielte gute Erfolge durch die Beimengung geringer Mengen Iod zum Trinkwasser und Speisesalz.

***

Gestochen wurde die Landkarte „VON STEYERMARCK“ von Pieter van den Keere, auch Petrus Kaerius genannt. Er war ein belgischer Kupferstecher und Verleger, emigrierte nach London, wo er als Graveur Arbeit fand. Zurück am Festland fand er Beschäftigung in Amsterdam bei Jodocus Hondius und gründete schließlich ein eigenes Unternehmen zur Herstellung und zum Verkauf von Landkarten und Atlanten.

Mehr über das Land Styria oder Steiermarck können Sie im „Atlas minor“ von Gerhard Mercator, Amsterdam 1648 nachlesen. Die Universitätsbibliothek Graz besitzt auch diese Ausgabe im Original.

Irmgard Trummler

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