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Benutzung

Handbibliotheken

Zahlreiche Spezialkataloge und interne Nachweise erleichtern den Zugriff auf die historischen Bestände. Zwei umfangreiche Handbibliotheken von insgesamt ca. 15.000 Bänden unterstützen die wissenschaftliche Forschung, nämlich die HB13 (Inkunabel- und Frühdruckbibliographien) und die HB15 (Fachliteratur zum historischen Buchgut). Besonders hervorzuheben sind in diesem Bestand etwa 1000 gedruckte Handschriftenkataloge und mehr als 500 Faksimileausgaben.

HB 13: Bibliographien und Kataloge für Inkunabeln und Frühdrucke

15. Jh. = Inkunabeln, Fachgruppen 05-13

  • Sie finden in der HB 13 alle wichtigen Inkunabelverzeichnisse: Hain, Copinger, Reichling, den Gesamtkatalog der Wiegendrucke A-H (auch unter www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/), Goff (der nordamerikanische Inkunabel-Census), den Inkunabelkatalog der British Library und den Inkunabelkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek München. Daneben sind alle wichtigen Bibliothekskataloge und Länderkataloge vorhanden.
  • Der österreichische Inkunabelzensus ist über die Österreichische Nationalbibliothek erreichbar www.onb.ac.at/kataloge/index.htm (zu Inkunabelzensus hinunterscrollen).

 16. Jh. = Cinquecentine, Fachgruppen 20-26

  • Für das 16. Jahrhundert ist vor allem das Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts (VD16) hervorzuheben.
  • Für Frankreich gibt es ein Répertoire bibliographique des livres imprimés au France en seizième siécle 1.-30. und eine Reihe von Spezialverzeichnissen für die wichtigen Druckorte Paris, Lyon und Strasbourg.
  • Bibliographien für einzelne Autoren (Luther, Erasmus) einzelne Druckereien (Aldus, Plantin), Druckorte und Bibliothekskataloge runden das Angebot ab.

 17.-19. Jh. = Rare Books nach 1600. Fachgruppen 35-71

Aus der Fülle der Kataloge und Bibliographien für das 17. - 19. Jahrhundert sollen nur einige Glanzlichter genannt werden:

  • In Deutschland wird bereits seit 1996 an einem VD17 gearbeitet, das in der Konzeption dem VD16 folgen soll (vgl. www.vd17.de Derzeit verzeichnet diese Datenbank an die 200.000 Titel.
  • Für Germanisten ist die Barockbibliographie von Gerhard Dünnhaupt besonders ergiebig.
  • Die wichtigste Sammlung barocker Drucke besitzt die Hg. August Bibliothek in Wolfenbüttel: die umfangreichen Kataloge (an die 60 Bände) sind eine wahre Fundgrube.
  • Ein gutes Hilfsmittel ist auch das von Gero von Wilpert und Adolf Gühring herausgegebene Verzeichnis der Erstausgaben deutscher Dichtung 1600-1960.
  • Für Frankreich gibt es ein Répertoire bibliographique auch für das 17. Jahrundert (noch im Erscheinen begriffen) und die Bibliographie von Roméo Arbour: L'ère baroque en France. An seine Arbeit schließen dann die Bibliographien Pierre Conlons (bis 1781) an.
  • Diverse Short-title-Kataloge der British Library für Frankreich, England, Deutschland, die Niederlande und Italien ergänzen das bibliographische Angebot.
  • Fachbibliographien: Verzeichnisse etwa für die Themengebiete Reisen, Emblematik, Kinderbücher, Haus- und Kochbücher, Naturwissenschaften (Botanik, Zoologie) u. a. m.
  • Den Abschluss machen die Verzeichnisse von Bücherpreisen, wie etwa das berühmte Jahrbuch der Bücherpreise (inzwischen auch auf CDROM verfügbar).

HB 15: Literatur zu Handschriften und Druckschriften

Nachschlagewerke

  • Unter den Nachschlagewerken sind hervorzuheben die Encyclopedia of the Middle ages, das Lexikon des Mittelalters, das Lexikon des gesamten Buchwesens sowie das Handbuch der historischen Buchbestände für Deutschland und sein österreichisches Gegenstück.
  • Bei den Nachlagewerken stehen auch noch verschiedene Spezial-Wörterbücher, etwa für Mittellatein und Mittelhochdeutsch, einschlägige Zeitschriften, Festschriften, Adressbücher u. a. m.

Gedruckte Handschriftenkataloge

  • Einen großen Block bilden die gedruckten Handschriftenkataloge, in denen die Bestände von Bibliotheken in aller Welt verzeichnet sind. Von den geschätzten 2,3 Millionen Handschriften weltweit sind ein Großteil in diesen gedruckten Katalogen von annähernd 1000 Bibliotheken verzeichnet. Dazu kommen Spezialkataloge für mittelalterliche Handschriftenverzeichnisse, orientalische Handschriften, illuminierte Handschriften, Datierte Handschriften und Manuskripte mit einem gemeinsamen Sachbezug, z. B. Medizinhandschriften.
  • Die weitaus größte Kataloggruppe hat die Kennung 035: es sind dies Kataloge von Handschriftensammlungen in aller Welt. Die Cutternumber gibt den jeweiligen Bibliotheksstandort an. Über 60.000 Handschriften in deutschen Sammlungen finden sie unter www.manuscripta-mediaevalia.de

Handschriftenkunde

  • Handschriftenkunde (Fachgruppen 045-062) bietet die verschiedenen Verwaltungsaspekte wie auch die grundlegenden Werke der Kodikologie, der Wissenschaft vom mittelalterlichen Buch. Besonders hervorzuheben wäre hier die Typologie des sources du moyen âge occidental (mehr als 80 Bände)
  • Daran schließt eine kleine Auswahl von Büchern zu den Historischen Grundwissenschaften (Diplomatik, Chronologie, Heraldik u. a.)
  • Die Fachgruppen 090 und 095 bieten alle Kataloge und Publikationen zu unserem lokalen Handschriftenbestand.
  • Grundlegende Literatur zum Buch- und Bibliothekswesen, zur Buch- und Bibliotheksgeschichte und zur Rezeptionsgeschichte während des Mittelalters findet sich in den Fachgruppe 110-123.
  • Einen besonders umfangreichen Block bilden die Faksimileausgaben, die eine virtuelle Bibliothek der berühmtesten Handschriften der ganzen Welt darstellen. (Fachgruppen 130-245). Zu den größten Schätzen gehören die Dioskuridesausgaben, die Wenzelsbibel, das Book of Kells, die berühmtesten Stundenbücher, aber auch mittelamerikanische, arabische und hebräische Handschriften in hochwertigen Reproduktionen.

Buchmalerei

  • Der Bereich Buchmalerei wird durch die Fachgruppen 250-361 abgedeckt. Referenzwerke, Technik, Ausstattung, Ikonographie, Epochen der Buchmalerei von der Antike bis in die Neuzeit.
  • Beschreibstoffe (Papyrus, Pergament, Papier) sind das Thema der Fachgruppen 370-400.
  • Paläographie und Schriftgeschichte bilden wieder einen umfangreichen Block: 410-550; besonderes Schwergewicht liegt natürlich auf den Publikationen zur lateinischen Paläographie.
  • Die Fachgruppen 560-694 bieten eine Auswahl zur mittelalterlichen Textüberlieferung; hervorzuheben sind die Incipitarien und andere Identifizierungshilfen.
  • Die Fächer Einbandkunde und Bücherbesitzzeichen (Exlibris) bilden den Übergang zur zweiten Abteilung, der Fachliteratur zum gedruckten Buch.

Rezeption des gedruckten Buches, Geschichte des Buchdrucks, Buch-Illustration, Reprints, Buchhandel, Kartographie.

  • Die Fachgruppen 765-789 bieten Bücher zu den wissenschaftsgeschichtlichen Leistungen des Buchdrucks; besonderes Augenmerk gilt den Enzyklopädien.
  • Die Geschichte des Buchdrucks (791-890) ist gegliedert in die technische Entwicklung, in die Epoche Gutenbergs und seiner unmittelbaren Nachfolger, dann nach Jahrhunderten und Ländern; die Illustration im gedruckten Buch (900-959) in Techniken, Künstler, Epochen, Ikonographie, Einblattdrucke u. a. m.
  • Die Aufstellung der Reprints (Nachdrucke, 960-964: 15. - 19. Jh.) ist nach dem Jahrhundert des Erscheinens des Original geordnet; sie bildet so eine virtuelle Sammlung der epochemachenden Drucke, eine Ergänzung zu unserem eigenen reichen Bestand.
  • Buchhandel, Verlagswesen und Zensur (965-968) und Kartographie (970-972) bilden den Abschluss. In der letzten Gruppe finden sich auch Publikationen zur gedruckten Reiseliteratur, von den Pilgerführern, Apodemiken bis zu den Baedekern des 19. Jh.

Kontakt

Sondersammlungen, Universitätsbibliothek Graz
Weinzöttlstraße 16 (Ecke Am Andritzbach) 8045 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 3125

Web:sosa.uni-graz.at

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